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Bericht zur vergangenen Woche
Es ist jetzt eine Woche her seit Mario mir die SMS geschickt hatte. Ich habe ihm nicht darauf geantwortet, zumindest nicht per SMS. Am Montag hab ich angefangen ihm einen Brief zu schreiben. Fertig schreiben konnte ich ihn nicht mehr, da das Hochwasser dazwischen kam. Das Pflegeheim in dem meine Schwester arbeitet, musste evakuiert werden und ich hab auf meine Nichte aufgepasst. Am Dienstagabend hab ich dann Zeit gefunden um den Brief zu Ende zu schreiben. Am Ende waren es fast 6 DIN-A4-Seiten voll. Ich hätte aber noch mehr schreiben können…Am Mittwochmorgen hab ich den Brief in den Briefkasten geworfen.
Da sich die Hochwassersituation weiter sehr verschlechtert hatte, hab ich Mario dann eine SMS geschickt und gefragt wie es bei ihm aussieht. Denn in 2002 war auch sein Stadtteil davon betroffen. Es hat keine 5 Minuten gedauert, da kam auch schon seine Antwort. Das Wasser steige und dass er mir am Sonntag eine SMS geschickt habe. Ich bin nicht darauf eingegangen. Er hat aber nicht locker gelassen. Er wollte eine Antwort. Es ist mir sehr schwer gefallen seine Nachrichten zu lesen. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich ihm einen Brief geschrieben habe und da die Antwort drin steht. Er ließ aber trotzdem nicht locker. Wir haben uns weiter Nachrichten geschrieben. Irgendwann schrieb er, dass auch sein Stadtteil evakuiert wird und er jetzt in seine Garage fährt. Da ich nicht wollte, dass er dort übernachten muss, hab ich ihm angeboten bei mir zu übernachten. Sicher keine gute Idee, aber was soll´s. Wir haben dann viele SMS wegen der Trennung und über SEINE Gründe dafür ausgetauscht. Irgendwann am Abend schrieb er mir, dass er gern mit mir schlafen würde. Ich dacht, ich les nicht richtig. Auch darüber haben wir dann bis 1 Uhr nachts diskutiert. Es wurde eine schlaflose Nacht für mich. Mario war in meinem Kopf… mal wieder.
Am nächsten Morgen hatte ich dann das Problem auch irgendwie vom Hochwasser betroffen zu sein. Ich konnte nicht mehr auf Arbeit fahren, weil sämtliche Brücken in der Umgebung gesperrt waren. Die einzige Möglichkeit war in Dresden über die Autobahn zu fahren. Ein Umweg von über 100 km. Da ich total müde war, hab ich erst mal eine SMS an meine Kollegin geschickt, dass ich einen Tag Urlaub nehme und bin wieder ins Bett. Ein paar Stunden später hab ich dann meine Oma angerufen und gefragt, ob ich dort übernachten kann, damit ich wenigstens nicht noch mehr Urlaub nehmen muss. Ich hab meine Tasche gepackt und bin auf Arbeit gefahren. Dort war ich dann gegen 12 Uhr. Mit Mario hab ich mich dann auch wieder den ganzen Tag geschrieben… wegen der Trennung, meiner Gefühle für ihn, dass er mit mir schlafen will etc. Gegen 21.45 Uhr fragt er mich plötzlich wo denn meine Großeltern wohnen. Ich wusste sofort, jetzt kommt die Frage, ob wir uns nicht treffen wollen. Und sie kam. Da ich so schon müde war und auch am nächsten Morgen wieder arbeiten musste, hab ich abgelehnt. Und auch weil ich wahnsinnige Angst davor hatte ihn wiederzusehen. Aber er hat mal wieder nicht locker gelassen. Wir haben noch fast eine dreiviertel Stunde darüber rumdiskutiert. Letzten Endes hab ich einem Treffen zugestimmt, mich aus meinen Schlafsachen gepellt, wieder anzogen und bin losgefahren.
Wir haben uns auf der Hälfte der Strecke getroffen. Dort angekommen hab ich mich gefragt wieso ich mir das antue. Eine Antwort hab ich nicht gefunden. Es tat weh ihn wieder zu sehen und zu wissen, er will keine Beziehung mehr. Aber es hat sich auch unglaublich gut angefühlt ihn zu umarmen, ihn zu riechen und zu fühlen. Naja und es kam, wie es kommen musste, er hat mich verführt… Es war nicht so berauschend wie sonst; was sicher daran gelegen hat, dass ich mich nicht wirklich fallen lassen konnte, aber es war trotzdem schön. Ein wenig bereut hab ich es mit ihm geschlafen zu haben, aber nicht sehr. Und ich glaube, ich würde es sogar wieder tun wenn er mich noch einmal fragen würde. Bevor ich gefahren bin, hab ich ihn noch gefragt, wie es mit uns weitergeht. Er sagte, er weiß es nicht. Er wird meinen Brief lesen und sich dann melden. Ich hatte auf eine andere Antwort gehofft…
Der nächste Tag war grauenvoll. Ich fühlte mich total gerädert und konnte auf Arbeit kaum die Augen offen halten.
Mario geistert wie immer durch meine Gedanken. Jetzt wieder mehr als noch vor einer Woche. Ich starre ständig aufs Handy, ob nicht vielleicht doch eine Nachricht oder ein Anruf von ihm kommen…
mona1975 am 09. Juni 13
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